Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Bahnwärter Thiel ist eine Novelle von Gerhart Hauptmann aus dem Jahr 1887. Die Geschichte handelt vom Leben des Bahnwärters und der Liebe zu seiner verstorbenen Frau. Er heiratet nach ihrem Tod noch einmal doch seine neue Frau misshandelt seinen Sohn Tobias. Thiel ist unfähig etwas dagegen zu unternehmen.Er zieht sich immer mehr in sein Bahnwärterhäuschen im Wald zurück bis seine Frau eines Tages beschließt ihn zu begleiten.Während sie dort auf einem am Häuschen gelegenen Acker kümmert vergisst sie auf Tobias zu achten.Tobias wird von einem Schnellzug erfasst und stirbt später an seinen Verletzungen. Thiel ermordet daraufhin seine Frau und deren eigenes Kind in seinem Haus.

Bahnwärter Thiel ist eine sehr einfach aufgebaute Novelle was sie für den Einsatz im Unterricht optimal macht. Es finden sich keine unverständlichen und ellenlangen Sätze und die Anzahl der Protagonisten ist ebenfalls überschaubar. Die Beziehungen der einzelnen Charaktere zueinander werden ebenfalls schnell klar. Die Handlung ist zwar nicht sehr komplex lässt aber, bei genauerer Betrachtung von z.B. Thiels psychischem Zustand, Raum für Diskussionen und Interpretationen. Für Literaturbegeisterte bietet das Stück sicherlich genug Möglichkeiten ihr interpretatorisches Potential an den Mann zu bringen. Gleichzeitig können Fans anderer Autoren ebenfalls mit dem Buch arbeiten ohne sich in jedem Detail damit befasst zu haben.