Bundeswehr

Die meisten jungen Männer werden früher oder später die Einladung zur Musterung erhalten, die unter Umständen ihr Fahrschein zum Grundwehrdienst ist. Der Grundwehrdienst dauert in Deutschland neun Monate und kann bei Bedarf auf zwei Teile à sechs und drei Monate aufgeteilt abgeleistet werden. Wehrpflichtig ist grundsätzlich jeder Mann im Alter von 18 bis 45 Jahren.

Jeder Wehrdienstleistende erhält eine Unterkunft gestellt und wird mit Nahrung, Kleidung und einer medizinischen Versorgung verpflegt. Die Grundvergütung steigt mit dem jeweiligen Dienstgrad und beträgt im ersten Drittel (Soldat) 282,30 Euro im Monat, im zweiten Drittel (Gefreiter) 305,40 Euro und im letzten Drittel 328,50 Euro. Möchte der Wehrdienstleistende die Grundwehrdienstzeit bis maximal 23 Monate verlängern, verdient er ab dem zwölften Dienstmonat 351,30 Euro pro Monat. Zusätzlich wird ab dem zehnten Dienstmonat ein Wehrdienstzuschlag in Höhe von 613,50 bis 736,20 Euro bezahlt, je nach Dienstmonat. Auch die Zahlung einiger weiterer Zuschläge wie Mobilitätszuschlag, Weihnachtsgeld und Entlassungsgeld ist üblich.

Ausbildung

Die ersten drei Monate der Wehrdienstzeit stehen im Zeichen der Grundausbildung. Während dieser Zeit werden die Soldaten beispielsweise an der Waffe ausgebildet, erhalten eine Sanitätsausbildung nehmen am Gefechtsdienst teil. Die Soldaten erlernen die Grundfertigen, die sie für einen späteren, möglichen Auslandseinsatz benötigen könnten. Nach der Beendigung der Grundausbildung erfolgt eine Zuweisung und individuelle Anlernung der Soldaten an einzelnen Arbeitsplätzen.

Unabhängig vom Grundwehrdienst können bei der Bundeswehr übrigens auch 40 verschiedene zivile Berufe erlernt werden. Die Bundeswehr bietet eine hochqualitative Ausbildung. Allerdings sollte man sich immer dessen bewusst sein, dass man sich bei der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags meist auch für eine gewisse Zeit für die Streitkräfte verpflichtet.

Karriere

Karriere kann bei der Bundeswehr auf zweierlei Wegen gemacht werden. Seitens der Streitkräfte bietet sich je nach Ausbildungsstand die Offizierslaufbahn an, aber auch als Feldwebel, Unteroffizier oder in der Mannschaft kann man tätig sein. Auch der Eintritt als Zeitsoldat ist eine gerne gewählte Karrieremöglichkeit. Dann bietet sich aber auch die Möglichkeit, eine Karriere im zivilen Bereich zu ergreifen. Die Bundeswehr besteht natürlich nicht nur aus den Streitkräften. Auch hier sind Elektriker, Hausmeister, Bürokauffrauen oder IT-Fachkräfte gefragt.

Vor- und Nachteile

Ein großer Vorteil ist, dass der Grundwehrdienst für die persönliche Weiterbildung genutzt werden kann. Jedem Wehrdienstleistenden steht eine Förderung in Höhe von bis zu 665 Euro für die Übernahme von Kursgebühren, Lernmitteln und Prüfungsgebühren zu.

Als nachteilig sehen viele an, dass der Grundwehrdienst sehr anstrengend sein kann. Die langen Märsche mit schwerem Gepäck und das frühe Aufstehen sind die eher unbeliebten Begleiterscheinungen des Grundwehrdienstes.